"Erst verstehen, dann verstanden werden."

(Stephen R. Covey)

Zeit für Menschlichkeit


Menschlichkeit, wie ich sie verstehe, bringt nicht nur Wärme in unser Leben und unsere Beziehungen. Sie setzt auch die enormen Kräfte wieder frei, die wir in ungeeigneten Antworten auf schwierige Phasen und Emotionen oft unnütz binden und verbrennen.  


Es wird „uns Männern oft als Schwäche angerechnet, wenn wir über Druck sprechen, wenn wir unsere Gefühle preisgeben, was wir wirklich denken und fühlen, sagte Serge Gnabry vom FC Bayern München in einem Interview mit der Sportbild im August 2019.

Der Fußball-Star und Champions-League-Sieger rät zu Offenheit: „Aber Schwächen und Ängste hat jeder Mensch. Das wird oft vergessen, weil wir wie Maschinen immer Gas geben, immer Leistung bringen müssen. Würden wir mehr über Gefühle sprechen, würde sich einiges ändern. Es wäre klar, dass wir auch nur Menschen sind, auch Fehler machen, dass es nicht immer nur gut laufen kann. Die Stimmung in der Mannschaft oder deine eigene würde sich ändern, du würdest dich neu kennenlernen. Vielleicht wäre das ein Weg, dem ganzen Druck zu entkommen, neu zu performen, neu zu agieren und ein anderes Selbstbewusstsein zu haben.“

Dieses Interview bringt schon komplett auf den Punkt, worum es mir beim Thema "Menschlichkeit" geht. Wenn solche Worte aus dem Munde eines Champions kommen, geht mir das Herz auf. Denn ich hoffe, dass ich Ihnen damit Mut machen kann, menschlicher mit sich selbst umzugehen, auch und gerade dann, wenn Sie Höchstleistungen bringen möchten. Und vielleicht hilft dabei auch noch diese Info: 

Es gibt einen wissenschaftlich fundierten Weg, entspannt und gelassen mit unseren Ängsten, Fehlern und Schwächen umzugehen. Dieser Weg basiert auf der buddhistischen Psychologie und arbeitet mit Fähigkeiten, die jeder Mensch trainieren kann, nämlich Herzensgüte ("Metta") und Mitgefühl, auch mit uns selbst ("Selbstmitgefühl"). Mit Hilfe der Macht der guten Gefühle (Postivity)  bilden wir zusätzliche Ressourcen für dieses Anliegen. 

Für den Fall, dass Ihnen das jetzt zu softiemäßig klingen sollte: Unzählige Studien belegen den Segen der Metta-Meditation auf nahezu alle Lebensbereiche. Einige Ergebnisse finden Sie am Ende des folgenden Links: HIER. Ein Highlight für Kopfmenschen mag vielleicht sein, dass Mitgefühl nicht nur Spaß macht, sondern sogar Führungskräfte besonders leistungsfähig:

"Mitgefühl ist für das höchste Glücksniveau verantwortlich, das je gemessen wurde, und unerlässliche Voraussetzung für die erfolgreichste Form der Führung, die man kennt", schreibt Chade-Meng Tan über die Erfahrungen, die der Weltkonzern Google mit Meditationskursen bei seinen Mitarbeitern gemacht hat.

Aber keine Angst: Sie müssen dazu kein Buddhist werden. Ich bin auch keiner. Ich kann nicht einmal sagen, was der Buddha genau alles war. Nur eines scheint er sicher gewesen zu sein: ein großartiger Psychologe! Denn seine Lehre inspiriert seit gut 20 Jahren die moderne Psychologie und auch die Hirnforschung und hat wesentlich zu deren enormen Fortschritten beigetragen.


"Die Emotion des Mitgefühls geht aus der Erfahrung hervor, dass die menschliche Erfahrung unvollkommen ist. Warum sonst würden wir sagen: 'Das ist nur menschlich', um jemanden zu trösten, der einen Fehler gemacht hat?" 


 (Kristin Neff, University of Texas
)

Das ist menschlich!

Wir alle haben schwierige Phasen und Momente von Schwächen, Ängsten und emotionalem Schmerz. Wir alle machen Fehler. Niemand ist perfekt. Das betrifft tatsächlich jeden Menschen, ohne eine einzige Ausnahme. Das ist menschlich. Davor können Sie nicht fliehen. Da kommt keiner aus.

Das mag hart sein, aber tragisch wird es erst dann, wenn wir nicht gut und menschlich mit dieser Realität umgehen, obwohl das im Prinzip gar nicht so schwierig wäre. Stattdessen greifen wir meist zu ungeeigneten Mitteln:

Wer sich zum Beispiel immer nur in die Arbeit stürzt, weil er eine innere Unruhe, eine Angst oder Trauer unterdrücken möchte, wird mit der Zeit ebenso ausbrennen, wie ein Perfektionist, der sich nur wertvoll fühlt, wenn er alles unter Kontrolle hat. Suchen wir in emotional schwierigen Phasen unser einziges Heil in Vergnügen und Konsum, wird sich keine echte Freude einstellen. Statt dessen finden wir uns eines Tages eher "im Hamsterrad" wieder und des Nachts kann uns der verzweifelte Kampf ums Einschlafen stundenlang wach halten. Geben wir anderen die Schuld an unserem Frust, vergiften wir unsere Beziehungen - und werden den Frust auch nicht los. Der Harvard-Dozent Christopher Germer bringt diesen Mechanismus wie folgt auf den Punkt: 

"Vieles, was wir tun, um uns nicht schlecht zu fühlen, führt genau dazu, dass wir uns noch schlechter fühlen"

So verbrennen wir oft unsere Lebenskraft völlig unnötig und vergiften auch noch unsere Beziehungen, was zusätzliche Lebenskraft kostet und uns viel Freude nimmt, weil es neuen Schmerz erzeugt - einen Schmerz, den man relativ leicht vermeiden könnte, wenn wir menschlich mit uns selbst und anderen umgehen würden. 

In solcher Menschlichkeit empfinden wir sogar Verbundenheit statt Isolation, weil wir erkennen, dass wir alle in demselben Boot sitzen: Was dieses Thema mit Schwächen, Fehlern und Schmerz betrifft, ist jeder Mensch da draußen genau wie Sie!  Jede:r hat Schwächen, jede:r macht Fehler, jede:r trägt Schmerz in sich.  

"Durch Liebende Güte kann jeder und alles wieder aus sich selbst erblühen."

(Sharon Salzberg)

Jeder verdient Liebe - auch Sie!

Menschlichkeit heißt für mich schlicht, dass jeder Mensch Liebe verdient - auch Sie! Und zwar nicht trotz unserer Fehler und Schwächen, sondern gerade deswegen.  

Ich zeige Ihnen - wissenschaftlich fundiert -, wie Sie selbst solche Liebe in Ihr Leben und Ihr Umfeld bringen und so ihr Leben auf vielen Ebenen bereichern und verbessern können. Sie setzen unnütz gebundene Kräfte frei und es kommt wieder mehr Wärme in Ihr Leben und in Ihre Beziehungen. 

Leben ist lernen!


"Uns wird viel mehr verziehen, als wir glauben, wenn wir uns selbst verzeihen
. Dazu gehört die Einsicht: Fehler sind notwendig. (...) Wenn man das einsieht, dann ist verzeihen einfach. Sobald man kreativ sein will, gehört es zum System, Irrwege zu gehen und 'Unsinn' zu produzieren. Sobald man das einsieht, fällt es einem viel leichter, sich selbst und anderen zu verzeihen."

(Gerd Binnig, Nobelpreisträger für Physik)