Workshops am Ammersee


Die Weite und Stille des Ammersee direkt vor meinem Zentrum bildet einen stimmungsvollen Rahmen für Workshop-Tage, bei denen sich der Segen von Meditation und Begegnung entfalten kann. Ich entwickle regelmäßig neue Themen.

Derzeit biete ich zwei verschiedene, dreitägige Workshops an:
  •  "Zeit für Menschlichkeit" (siehe unten)
  • "Wege zur Quelle"
    ein Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Spiritualität   (siehe HIER)
Alle Workshops kann ich auf Wunsch und Anfrage gerne auch bei Ihnen vor Ort geben. In diesem Fall sind lediglich die Preise individuell zu kalkulieren. 

Zeit für Menschlichkeit


Als der
Hirnforscher Richard Davidson die Gehirne von tibetischen Mönchen scannte, um die Bereiche zu messen, die für Freude, Optimismus und Glück zuständig sind, dachte er zunächst, seine Geräte seien defekt. Er konnte dort Werte messen, die weit jenseits dessen lagen, was er bei anderen Probanden beobachten konnte.

Inzwischen hat die Wissenschaft verstanden, was unsere Gehirne so stark in Richtung Glück trainiert: Mitgefühl. Doch Achtung: Mitgefühl bedeutet nicht(!) einfach mitfühlen oder gar mitleiden, sondern basiert auf unserer angeborenen Gabe zur Fürsorge, die verbunden wird mit Achtsamkeit. Tania Singer, die Leiterin der Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaften innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft, hat erkannt: Wenn wir mitfühlen, während ein anderer Mensch leidet, wird in unserem Gehirn das Schmerzzentrum aktiviert. Wir können dabei leicht in Stress geraten, den so genannten empathischen Stress. Gehen wir dagegen ins Mitgefühl, aktiviert sich in unserem Gehirn auch schwierigen Momenten tatsächlich das Belohnungszentrum(!) – und somit das Glück in unserem Gehirn!!

Dies ist eine wunderbare Entdeckung der Wissenschaft, denn schwierige Momente gibt es reichlich in unserem Leben! Statt daran auszubrennen oder gar zu zerbrechen, können wir diese Phasen also nutzen, um nicht nur stärker, sondern auch glücklicher zu werden, denn Mitgefühl ist tatsächlich trainierbar. Es ist nicht nur eine wertvolle Quelle für Glück, sondern auch für Resilienz (psychische Widerstandsfähigkeit), d. h. für die Fähigkeit, schwierige Situationen und Krisen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen und sie vielleicht sogar als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. 

Glücklich und stark dank Mitgefühl

Kein Leben ist perfekt. Kein Mensch ist perfekt. Wir alle – ohne Ausnahme – haben Schwächen und machen Fehler, und wir alle erleben schwierige Phasen und emotionalen Schmerz. So ist das Leben. Darin besteht oft sogar seine Würze. Das steckt meist auch hinter großer Kunst oder hinter Lebensläufen, die wir gerne bewundern. Und Humor entsteht bekanntlich dann, wenn man trotzdem noch lachen kann - trotz wem oder was eigentlich? 

Würden wir diese einfachen Wahrheiten wieder mehr zulassen, könnten wir tiefe Verbundenheit zu allen Menschen spüren und erleben, statt immer weiter in die selbstgemachte Isolation zu driften. Als Nobelpreisträger für Physik kennt Gerd Binnig kreative Prozesse aus eigener Erfahrung wie wohl kaum ein anderer. In seinem Buch über Kreativität („Aus dem Nichts“, Piper) schreibt der Mitentdecker des Rastertunnelmikroskops (macht einzelne Atome sichtbar):

Uns wird viel mehr verziehen, als wir glauben, wenn wir uns selbst verzeihen. Dazu gehört die Einsicht: Fehler sind notwendig. (...) Wenn man das einsieht, dann ist verzeihen einfach. Sobald man kreativ sein will, gehört es zum System, Irrwege zu gehen und 'Unsinn' zu produzieren. Sobald man das einsieht, fällt es einem viel leichter, sich selbst und anderen zu verzeihen."

Leben ist eben lernen und das Leben lernt am meisten aus Fehlern. Die ganze Evolution basierte aus einem permanenten Prozess aus Versuch und Irrtum (Trial and Error). Auch Kinder lernen so, nur wir Erwachsenen meinen, alles stets und sofort perfekt und „richtig“ machen zu müssen. Und wehe, wenn das nicht gelingt!

Ich wünsche mir, dass möglichst viele Menschen eine Haltung zu Fehlern und Schwächen wie Gerd Binnig entwickeln, und zwar nicht, damit wir auch alle den Nobelpreis gewinnen, sondern um endlich wieder mehr Freude und Menschlichkeit zu entwickeln. Die moderne Psychologie gibt uns für dieses Ziel wertvolle Hilfsmittel an die Hand. Konzepte wie Mitgefühl (Tania Singer, Richard Davidson), Selbstmitgefühl (Kristin Neff, Christopher Germer), Achtsamkeit (Jon Kabat-Zinn) oder Positivity (Barbara Fredrickson) sind für jeden auch im hektischen Alltag unserer Zeit gut umsetzbar.

Was mich daran am meisten begeistert: Viele dieser wissenschaftlichen Konzepte basieren auf der 2.500 Jahre alten buddhistischen Psychologie. Mit dem dreitägigen Workshop „Zeit für Menschlichkeit“ möchte ich Sie näher an die Wurzel dieser Philosophie heran führen. Als Leitfaden dafür dient uns der Klassiker „Metta-Meditation – Buddhas revolutionärer Weg zum Glück“, den Sharon Salzberg speziell für Menschen im westlichen Kulturkreis ausgearbeitet hat.

Wie können wir wahres Glück finden? Welches sind die größten Hindernisse dafür und wie können wir sie überwinden? Dieser Workshop möchte Ihnen ein neues Gefühl für die Antworten auf diese Fragen geben. Das kann ich schon vorweg nehmen: Der Weg zum wahren Glück führt aus meiner Sicht durch wahre Menschlichkeit. Es braucht dafür Mitgefühl und Liebende Güte (Metta). Sie geben uns die Kraft und den Mut, uns den Schwierigkeiten im Leben wirklich zu stellen. Nur so können wir die wahren Ursachen für unser Leiden erkennen – und dann damit beginnen, diese endlich abzustellen.

In jedem Menschen – ohne Ausnahme – liegt das Potenzial zu lieben und glücklich zu sein, sagte der Buddha. Wenn wir uns mit diesem Potenzial verbinden, wird es hell in unserem Leben, sagt Sharon Salzberg – und das entspricht auch meiner Erfahrung. Das wahre Glück ist gar nicht so weit von uns entfernt wie wir meinen. „Das Himmelreich ist nahe“, sagt die Bibel (Mt 10,7) Nur leider stehen wir uns bei der Suche nach dem wahren Glück meist grandios selbst im Weg, weil wir mit unseren Fehlern, Schwächen und emotionalem Schmerz nicht gut umgehen können. Der Harvard-Professor Christopher Germer bringt unser Dilemma wie folgt auf den Punkt:

"Vieles, was wir tun, um uns nicht schlecht zu fühlen, führt genau dazu, dass wir uns noch schlechter fühlen".

Dieser Workshop möchte Ihnen eine Ausweg aus dieser Sackgasse zeigen. Der Schwerpunkt liegt auf den persönlichen Erfahrungen der Teilnehmer und dem wertschätzenden Austausch darüber. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Der Workshop kann an drei Tagen in meinem Zentrum am Ammersee oder online per Zoom in 7 Modulen à 2,5 Stunden absolviert werden.

Sind Sie dabei?

Ihr

Dr. Andreas Lohr

Termine und Preise


Die nächsten Workshops in
Präsenz am Ammersee sind geplant am:

06./07./08. Mai
05./06./07. August
14./15./16. Oktober
jeweils Freitag 14:30 bis Sonntag 16:30 Uhr.

Kosten: 290 €*

Tarif für Paare: 450 €* // Gerne gebe ich auch Nachlässe für Menschen in Ausbildung, in Rente oder in sozialer Notlage. Nachlässe werden individuell vereinbart.

Je nach Corona-Lage werden die Hygiene-Regeln aktualisiert und rechtzeitig vorab bekannt gegeben. Die Workshops finden in jedem Fall kleinen Gruppen statt mit etwa 2 Meter Abstand an jedem Platz. 

* Die Preise gelten für Workshops in meinen Räumen am Ammersee oder per Zoom. Auf Wunsch und Anfrage kann ich diesen Workshop gerne auch bei Ihnen vor Ort anbieten.

Workshop als Einzeltraining


Dieser Workshop kann auch als individuelles Einzeltraining gebucht werden:
7 Module à 1,5 Stunden
700 €
Sonderkonditionen während Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg:
450 €